Ablauf & Termine

Grundlagenweiterbildung Theaterpädagogik BuT

Curriculum 4. Jahrgang

624 Unterrichtsstunden (U-Std.) a 45 Minunten

19 Wochenend Module & 1 Intensivwoche (sächs.Winterferien)

inkl. 60 U.-Std. Eigenprojektarbeit

Gesamtzeitraum: 20.9.2019- 30.1.2021

Zeiten: Freitag: 18:00-21:00; Samstag: 10:00-19:00; Sonntag: 10:00-17:00

Intensivwoche täglich 10:00-17:00

GRUNDLAGENBLOCK 1

Schwerpunkt Spielkompetenzen

Modul 1 – 8 (gesamt 242 U.-Std.)

  1. Basis Kennenlernen von Methoden und Teilnehmern

20.-22. 09. 19 und 11. – 13. 10. 19

2 Wochenenden à 24 U.-Std.

In der ersten Begegnung wird es um das Kennenlernen der Gruppe und einen ersten praktischen Einstieg in die Theaterpädagogik gehen. Die Teilnehmer erarbeiten sich ihren Methodenkoffer, um Spielkompetenzen zu entwickeln und auf eine gemeinsame theaterpädagogische Sprache für die eigenen und fremden Ausdrucksformen zurückgreifen zu können. Inhalte des Trainings sind Vertrauens- und Gruppenübungen in Bewegung und Raum, Wahrnehmungs- und Beobachtungsübungen, die Auseinandersetzung mit Kommunikation, Gefühl und Körper in Einzel- und Gruppenimprovisationen. Es kommt zum Erproben unterschiedlicher Methodenansätze der Theaterpädagogik.

  1. Improvisation

25.- 27. 10. 19

1 Wochenende à 24 U.-Std.

Improvisation ist das spontane Theaterspiel ohne Text oder festgelegten Szenenverlauf. Die Fragen, die unweigerlich auf der Bühne auftauchen, sind: Wie entwickle ich Vertrauen in meine eigene Kreativität? Kann ich mich auf meinen Spielpartner verlassen? Wie entsteht eine gemeinsame Geschichte? In diesem Modul geht es darum, die eigenen Spielkompetenzen zu entdecken und weiterzuentwickeln. Hierbei konzentrieren wir uns auf das Erlernen und die Erprobung von Improvisationstechniken, die in der Szenenentwicklung, in der Probenarbeit, und als eigene Theaterform genutzt werden können. Es wird in die schauspielerischen Grundprinzipien des Improvisationstheaters eingeführt und die Methoden von Augusto Boal und Keith Johnstone kennen gelernt. 

  1. Körper

8.- 10. 11. 19

1 Wochenende à 24 U.-Std.

Der Körper des Spielers ist sein wichtigstes Instrument. Seine Kondition, seine Beherrschung und seine Sprache können trainiert werden. Einfache und aufbauende Übungen zur Erwärmung, Lockerung und Konzentration bereiten die Teilnehmer auf Proben und Vorstellungen vor. Sie werden darauf aufbauend durch weiterführende Übungen vertieft. Wichtig ist der Spaß an Bewegung an sich und in der Gruppe.

Weitere Themen sind der Körper und die Geometrie im Raum, diese werden in Bewegungsimprovisationen erforscht und reflektiert.

  1. Rhythmik/Stimme

6.- 8. 12.19

1 Wochenende à 24 U.-Std.

Der Schwerpunkt sind Wahrnehmende und gestalterische Übungen mit Stimme, Gesang, Rhythmik und Atem. Vor allem auf der Bühne ist eine kräftige und ausdauernde Stimme von großem Nutzen. Sie ist vom Atem – und damit verbunden – von Spannung und Entspannung abhängig. In diesem Modul sollen zunächst die eigenen Möglichkeiten erkundet und mit diesen Möglichkeiten experimentiert werden. Darauf aufbauend werden Grundlagen einer gesunden Stimmführung, einer natürlichen Atemtechnik und die Zusammenhänge zwischen innerer und äußerer Haltung anhand konkreter Theatertexte erarbeitet. Besonders wird auch auf die Möglichkeiten eingegangen, die sich durch die bewusste Gestaltung des Rhythmus ergeben. Diese Einheit wird durch eine Einführung in Gesangstechniken ergänzt.

  1. Raum

3.- 5.1. 20

1 Wochenende à 24 U.-Std.

Die Bühne, ein leerer Raum. Wie wird ein imaginärer Raum sichtbar? Wie erspielen wir Räume ohne Bühnenbild und Requisiten? Um die Grundelement eines Raums erfahrbar zu machen, erspielen die Teilnehmer einen imaginären Raum. Gemeinsam erproben sie, wie sich Körper, Bewegung und Raum zu einander verhalten. Sie lernen die Wirkungen der unterschiedlichen Bühnenformen- und positionen kennen und wie diese die Dramaturgie entscheidend verändern. Es zeigt sich, wie der leere Raum mit jedem Körper neu besetzt und bespielt wird. Wir werden uns mit den drei Wahrnehmungskreisen der Aufmerksamkeit (nach Stanislawski und Rellstab) beschäftigen sowie mit dem räumlichen Ausdruck von Nähe und Distanz arbeiten und deren Einfluss auf den Raum kennenlernen.

  1. Schauspiel

24. – 26.1. 20 und 7. – 9.1. 20

2 Wochenende à 24 U.-Std.

Schauspielerische Grundübungen, Improvisation, Hinführung zur Rollen- und Szenenarbeit, Umgang mit Requisiten, Schauspieltheoretische Kontextualisierung. Das Schauspiel ist die wichtigste Kunst im Theater. Im Rahmen der Grundlagenausbildung kann man aber keine Schauspielausbildung“nachholen”. Wie kann man die schauspielerische Qualität dennoch erhöhen? Welche Schauspieltechniken können als hilfreiches Werkzeug für die theaterpädagogische Arbeit genutzt werden. Im Rahmen dieses Blocks setzen sie sich mit Techniken auseinander, die auf Schauspielpädagogen wie Stanislawski, Tschechow oder Lecoq zurückgehen, die sich in der Arbeit mit Laien bewährt haben. Dazu gehören Techniken zum Spielen einfacher Vorgänge, dem Umgang mit Requisiten, der Verkörperung im Umgang mit Text sowie zu Präsenz, Emotion und Rhythmus.

  1. Intensivwoche

15.- 19.2. 20

 gesamt 50 U.-Std.

Während einer Intensivwoche vertiefen die TeilnehmerInnen die erworbenen Spielkompetenzen, indem sie einen Prozess von einer Spielidee bis zur Präsentation als Produktionsteam und Ensemble durchlaufen. Die Inhalte derersten 6 Module werden in einem offenen Inszenierungsweg zu einer Stückentwicklung verarbeitet. Begonnen wird mit einer gemeinsamen Konzeptionsprobe. Es werden szenische Ideen entwickelt und vorgestellt. Eine Sammlung von Wünschen und Vorschlägen entsteht und die Teilnehmer formulieren hierfür erforderliche Aufgabenbereiche. In dieser Woche ist das spielerische Mitdenken, Erfinden und Ausprobieren aller Beteiligten das Entscheidende. Wohl werden Ziele im allgemeinen umrissen, Rahmenbedingungen und theatrale Mittel vorbedacht,Verabredungen getroffen und Aufgaben verteilt, aber konkrete Lösungen und Ergebnisse werden bewusst nicht vorgegeben. Sie entstehen, oftmals auf Umwegen, aus dem Prozess heraus. Situationen und Vorgänge werden vorranging über Improvisationen gesucht. Aus dem Improvisierten wird gefiltert, was sich für das Stück eignet:

Arrangements, Abläufe, Drehpunkte, Pausen, Spielweisen, Figurenzeichnungen und -entwicklungen, körperliche und sprachliche Haltungen. In immer kleineren Schritten wird mit zunehmender Genauigkeit und Präzisierung an der Fixierung der spielerischen Mittel einschließlich Musik und Bewegung, Bühne und Kostüm sowie Licht und Ton gearbeitet. Krönender Abschluss der intensiven Arbeitswoche soll eine kleine Präsentation vor Publikum sein.

GRUNDLAGENBLOCK 2

Schwerpunkt Spielleitungskompetenzen

Modul 8 – 19 (gesamt 322 U.- Std.)

  1. Spielanleitung I

13.- 15.3. 20

1 Wochenende à 24 U.-Std.

Das Modul ‚Spielanleitung I‘ vermittelt praktisch und theoretisch Grundregeln der Gruppenanleitung sowie Grundwissen zu Gruppenphasen und Gruppendynamik unter dem Aspekt theaterpädagogischer Relevanz. In anwendungsbezogenen Übungen wird der didaktische Aufbau verschiedener Formen des darstellenden und szenischen Spiels thematisiert. Praxisbezogen und spielerisch trainieren die Teilnehmer hierbei das selbständige Anleiten von Übungen und Sequenzen und erwerben Grundregeln des methodischen Aufbaus von Übungseinheiten mit Aufwärmtraining (Warm- Up).

Die Teilnehmer konzipieren und realisieren ein theaterpädagogisches Training mit anschließender Reflexion und werden auf diesem Wege unterstützt, einen individuellen Leitungsstil zu entwickeln.

  1. Eigenes Projekt

10. – 12. 4. 20

Wochenende à 24 U.-Std.+ 60 U.-Std. eigene Projektarbeit

Das Herzstück des 2. Teils der Grundlagenfortbildung ist die Realisierung eines eigenständigen Theaterprojekts durch jeden einzelnen Teilnehmer mit Hilfe individueller- und fachlicher Beratung durch einen TPZ- Dozenten als Mentor. Denkbar ist eine Zielgruppe aus dem unmittelbaren beruflichen Umfeld, die Arbeit mit einer bereits bestehenden- sowie die Neugründung einer Theater- oder Projektgruppe o.ä. Von der Standortbestimmung und Ideenfindung über die Konkretisierung der Projektidee und die Erstellung eines Inszenierungskonzeptes, bis hin zur Verwirklichung und Dokumentation des Projektvorhabens in eigener Verantwortung. Die Teilnehmer erfahren alle Bereiche theaterpädagogischer Projektarbeit. Die Durchführung des eigenen Projektes sollte in der Zeitspanne zwischen dem Modulen 9 bis 19 stattfinden.

  1. Theaterpädagogische Projektarbeit

1.- 3. 5. 20

1 Wochenenden à 24 U.-Std.

Projektarbeit ist die häufigste Arbeitsform hauptberuflicher TheaterpädagogINNen, daher werden in diesem Block Kompetenzen vermittelt, die für die effiziente Durchführung von eigenverantwortlichen Projekten erforderlich sind. Die Inhalte beziehen sich hauptsächlich auf die gruppeninterne Arbeit zwischen Gruppengründung und Premiere. Auf der Grundlage des eigenen, ausbildungsbegleitenden Projektvorhabens werden Stückauswahl, Inszenierungskonzept sowie eine zielgruppen- adäquate Form der Aufgaben- und Rollenverteilung thematisiert. Die Teilnehmer erstellen für ihr Projekt einen Produktionsplan, benennen einzelne Projektphasen und erstellen ein Organigramm als Grundlage zur Einteilung und Vernetzung einzelner Arbeitsgruppen. Darüber hinaus entwickelt jeder Teilnehmer ein Szenario und einen Probenplan inklusive aller Einzel- und Hauptproben sowie Probenorte.

  1. Theaterpädagogische Praxis

15.- 17.5. 20 und 12. – 14.6. 20

2 Wochenenden à 24 U.-Std.

Theater ist eine soziale Kunstform und ermöglicht jedem Menschen seine eigene Ausdrucksform. Dieser Realität wird heute verstärkt auf dem Wege der Stückentwicklung Rechnung getragen, weil diese in besonderer Weise sowohl die Phantasie als auch die Biografie der Mitwirkenden einbeziehen kann. Als Theaterpädagoge sieht man sich jedoch einer immensen Vielseitigkeit unterschiedlicher Zielgruppen gegenüber. Die Lehreinheit befasst sich mit unterschiedlichen Erfordernissen der theaterpädagogischen Praxis im Hinblick auf ihre zielgruppenspezifischen und kontextabhängigen Aspekte. Die Teilnehmer befassen sich mit den je eigenen Herangehensweisen für die Arbeit z.B. in Kitas und Seniorengruppen, in Schulen und Unternehmen, in interkulturellen, politischen und therapeutischen Zusammenhängen. Die eigenständigen, ausbildungsbegleitenden Projektarbeiten der Teilnehmer dienen dieser Auseinandersetzung durch ihr breites Milieuspektrum und werden auf ihren jeweiligen Wirkungsbereich fokussiert. Lern- und Arbeitsziele der verschiedenen Bereiche werden benannt und entsprechende Arbeitsansätze und Methoden vermittelt. Das erste Wochenende widmet sich zunächst insbesondere dem Thema Stückentwicklung. Das zweite bietet schließlich Einblicke in die didaktische Arbeit mit unterschiedlichen Zielgruppen zu thematischen Schwerpunkten (z.B. Konfliktprävention) inkl. Aufgabenstellung, Konzeption, Durchführung und Reflexion von Lehrproben.

  1. Dramaturgie

26.- 28.6. 20

1 Wochenende à 24 U.-Std.

Jede Aufführung, jede Szene, jede Geste verfügt über ihre eigene Dramaturgie. Dramaturgie, das ist die Schnittstelle zwischen Realität und Fiktion, zwischen Bewegung und Bedeutung, zwischen zeichenhaftem Ausdruck und übergeordneter Idee oder einfach zwischen Text und Inszenierung. Diese Zusammenhänge bedürfen bewusster Gestaltung und Vermittlung nicht zuletzt an das Theaterpublikum und wurden in unterschiedlichen Epochen der Theatergeschichte stets unterschiedlich aufgefasst. Dieser Fülle von Theorien und Paradigmen nährt sich die Lehreinheit mit Hilfe einiger wichtiger Texte von Theaterwissenschaftlern und Theatermachern. Die Teilnehmer setzen sich am Beispiel der eigenen Projektarbeit mit klassischen dramaturgischen Fragestellungen auseinander. Was will die Projektarbeit zeigen? Was davon zeigt sie tatsächlich und was nicht? Was sind die Gründe? Gibt es einen roten Faden? Welchen Sinn hat die Arbeit? Als Handwerkszeug für die Auseinandersetzung befassen sich die Teilnehmer mit der Dramaturgie unterschiedlicher Inszenierungsformate. Darüber hinaus regt der interne Vergleich der Projektarbeiten die Studierenden an, ihren dramaturgischen Blick zu schärfen und die eigene Sprache zu verfeinern. Mit dieser Sprache soll letztlich die eigene Projektarbeit kritisch reflektiert oder auf der Grundlage der kennen gelernten Methoden und Theorien weiter entwickelt werden.

  1. Spielanleitung II / Biographisches Theater

17.- 19. 7. 20

1 Wochenende à 24 U.-Std.

Ein ganz besonderer – auch soziokultureller – Aspekt in der theaterpädagogischen Arbeit, ist die Chance, Themen aus der Lebens- und Erlebenswelt der Teilnehmer ins Spiel zu bringen. Dieser introspektive Fokus der Theaterarbeit kann einen wichtigen Beitrag zur Verarbeitung persönlicher Erfahrungen leisten, indem es die Teilnehmer unterstützt, eigene Positionen zu erarbeiten und einen (künstlerischen) Ausdruck für eigene Lebenserfahrungen zu finden. Andererseits befördert diese Arbeitsweise den Blick für Gruppenthemen. In der künstlerischen Transformation der individuellen Themen entstehen dabei spannende und bereichernde szenische Arbeiten, die authentisch Gruppenthemen widerspiegeln und wichtige Impulse zur Erweiterung des kollektiven Erfahrungshorizonts setzen können. In diesem Modul soll das Spektrum der Ansätze umrissen werden, die einen besonders achtsamen und kreativen Umgang mit biografischem Material ermöglichen. In der Theaterpädagogik wurden dazu verschiedene Formate und Ansätze entwickelt (u.a. durch Viola Spolin, Jonathan Fox, Renée Emunah und Maike Plath). Zu diesen Formaten gehören das Kreative Schreiben, der Biographie- und der Performanceansatz, sowie das Dokumentarische Theater. Sie werden praktisch und theoretisch darauf hin untersucht, welche Potentiale sie haben und für welche Klienten die verschiedenen Formate geeignet sind.

  1. Produktionswege

4.- 6. 9. 20

1 Wochenenden à 24 U.-Std.

Oft organisieren Theaterpädagogen ihre Projekte selbst. Hier bekommen die Teilnehmer von einem erfahrenen Kulturmanager einen Überblick, wie ein Projekt – von der Idee bis zur Abrechnung – organisiert werden kann. Wichtige Schwerpunkte dabei sind Kontaktaufnahme, Projektmanagement, Netzwerkarbeit, Öffentlichkeitsarbeit und Dokumentation. Dieses Modul hat die Form eines Planspiels. Der Fokus liegt dabei auf der eigenen Projektarbeit. Folgende Arbeitsstufen werden im Planspiel durchlaufen:

  1. Von der Idee zum Konzept (Methoden zur Ideenstukturierung und Konzeptentwicklung)
  2. Wer soll das bezahlen? (Kosten und Finanzierungsplan; Fördermöglichkeiten; Antragstellung)
  3. Jetzt geht es los (Zeit- und Projektfeinplanung, Mitarbeitermotivation)
  4. Tu Gutes und rede darüber (Presse und Öffentlichkeitsarbeit)
  5. Das dicke Ende (Projektabschluss, Aufräumen, Abrechnung, Sachbericht, Evaluation)
  1. Ausstattung

18.- 20.9. 20

1 Wochenende à 24 U.-Std.

Neben dem Schauspiel haben die Bildenden Künste einen festen Platz im Theater. Auch für die Theaterarbeit mit Laien kann man die bildnerischen Mittel nutzen, um zu Ideen zu gelangen. Das Modul gibt einen Einblick in die Möglichkeiten, die eine bewusste Gestaltung des Spielraumes, der Kostüme, der Requisiten und der Maske bieten. Die Teilnehmer lernen verschiedene Bühnenbild-, Kostümbild- und Maskenbildarten, sowie den Einsatz verschiedener Requisiten kennen. Sie untersuchen diese anhand eines Beispielstücktextes auf ihre Wirkung und das szenische Zusammenspiel. Dazu werden verschiedene kleine Bühnenmodelle skizziert und gebaut, sowie einfache Figurinen (Kostüm- /Maskenentwürfe) erstellt. Außerdem lernen die Teilnehmer einfache Möglichkeiten der Selbstanfertigung von Theaterausstattung kennen und bekommen künstlerisch-handwerkliche und materialtechnische Anregungen.

  1. Bühnentechnik

9.- 11. 10. 20

1 Wochenende à 24 U.-Std.

Licht und Videotech. haben im Theater ihren festen Platz. Beide Bereiche haben sich in den letzten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts zu eigenständigen Kunstformen entwickelt. Auch in der Theaterarbeit mit Laien sind diese Medien zu einem wichtigen Ausdrucksmittel geworden. In diesem Schwerpunkt der Ausbildung soll es sowohl um künstlerische Möglichkeiten, wie auch um einen Einstieg in den Umgang mit der Technik gehen. 

  1. Szenisches Interpretieren

6.- 8. 11. 20

1 Wochenende à 24 U.-Std.

Im Leben denkt man, bevor man spricht. Im Theater ist der zu sprechende Text oft vorgegeben. Laien klingen aber meist eigenartig, wenn sie einen Text zum ersten Mal auf der Bühne sprechen. Wie kann ich von einem Text zu einem authentischen Ausdruck gelangen, welche Möglichkeiten gibt es, sich einem Text zu anzunähren, welche Informationen enthält er und was muss ich trotz Vorgabe selbst hinzufügen, damit aus dem Text eine Szene wird? Kurz: Wie kann ich einen Dramentext szenisch Interpretieren. Um diese Frage zu beantworten machen wir – neben dem praktischen ausprobieren – auch einen kleinen Streifzug durch die Theatergeschichte und Rezeptionsästhetik und sehen uns an, wie andere diese Probleme gelöst haben.

  1. Grundlagen der Regiearbeit

4.- 6. 12. 20

1 Wochenende à 24 U.-Std.

Regiekonzepte und Regiestile, Methodische Ansätze für Probe und Inszenierung. Vom Konzept zur Inszenierung. Arrangieren – Situationen, Vorgänge, Haltungen spielen. Der offenere Weg in Bezug auf die konkrete theaterpädagogische Praxis. Bei dieser Art zu inszenieren ist das spielerische Mitdenken, Erfinden und Ausprobieren aller Beteiligten das Entscheidende. Wohl werden Ziele im allgemeinen umrissen, theatralische Ideen, Rahmenbedingungen und Verabredungen vorgedacht und als Aufgaben formuliert, aber konkrete Lösungen und Ergebnisse im einzelnen werden bewußt nicht vorgegeben. Sie entstehen – oftmals auf Umwegen – aus dem Prozeß selbst heraus. Es ist ein spiralförmiges allmähliches Heran-, Hinein- und Voranarbeiten. Nach der dramaturgischen Analyse der Vorlage bzw. der Darstellung des Projektes in seinem Inhalt, seinen Absichten, seinen Bedingungen und künstlerisch-darstellerischen Mitteln werden in der Arbeit mit den Spielern Situationen und Vorgänge voranging über Improvisationen gesucht.

  1. Präsentationen

8. – 10.1. 21

1 Wochenende à 24 U.-Std.

An diesem Wochenende sollen Präsentationen der Eigenprojekte stattfinden. Dazu werden gemeinsame Betrachtungskriterien entwickelt und in Feedbackrunden Gesehenes reflektiert.

  1. Abschlussveranstaltung

30.1. 21

1 Tag à 10 U. Std.

Am Vormittag bieten wir eine Verteifung eines von den Teilnehmern gewünschten Moduls an. Anschließend wird es einen Vortrag von einem Vorstand des Bundesverband Theaterpädagogik (BuT) über Struktur und Vernetzung theaterpädagogischer Akteure sowie die feierliche Zertifikatsübergabe geben.

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Laufender 3. Jahrgang

1.Block Spielkompetenzen

  1. Basis Kennenlernen von Methoden und Teilnehmern

22.-24.09.17 und 13.-15.10.17

  1. Improvisation 3.-5.11.17
  1. Körper 17.-19.11.17
  1. Rhythmik/Stimme 8.-10.12. 17
  1. Raum 19.1.-21.1.18
  1. Schauspiel 9.-11.2.18 und 16.-18.3.18
  1. Intensivwoche 4.-8.4.18

2.Block: Spielleitungskompetenzen

  1. Spielanleitung I 20.-22.4.18
  1. Eigenes Projekt 11.-13.5.18
  1. Theaterpädagogische Projektarbeit 8-10.6.18
  1. Theaterpädagogische Praxis 24.-26.8. 18 und 21.-23.9.18
  1. Dramaturgie 26.-28.10. 18
  1. Spielanleitung II 16.-18.11.18
  1. Produktionswege 7.-9.12. 18
  1. Ausstattung 25.-27.1.19
  1. Bühnentechnik 8.-10.2.19 im Societaetstheater
  1. Szenisches Interpretieren 15.-17.3.19
  1. Grundlagen der Regiearbeit 12.-14.4.19
  1. Präsentationen 3.-5.5.19
  1. Abschlussveranstaltung 1.6.19